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Chemie
Von Jahrgangsteams unter Berücksichtigung der Vorgaben im Kerncurriculum
Chemie ausgearbeitet, durch die Fachkonferenzen vom 11.02.2009 genehmigt und
am 20.08.2009 ergänzt. Gültig für die Jahrgänge 6 bis 10 am TGG Leer.
Für die Unterrichtsgestaltung finden die folgenden Leitlinien besondere
Berücksichtigung:
Leitlinien
Leitlinie 1: Chemie soll Freude bereiten und Interesse wecken
Das zwanglose Reden über Phänomene, das Experimentieren und Forschen an
lösungsoffenen Problemstellungen soll dazu beitragen Schülerinnen und Schüler
für die Chemie zu begeistern. Dies heißt nicht, dass auf Formel- und Fachsprache
verzichtet werden kann, sondern beides im Verlauf der Sekundarstufe I allmählich
intensiviert werden soll.
Leitlinie 2: Alle Kompetenzbereiche des Faches Chemie werden berücksichtigt
Unter den Kompetenzbereichen verstehen wir:
- Das Fachwissen (F)
Chemische Phänomene, Begriffe, Prinzipien, Fakten, Gesetzmäßigkeiten kennen
und den Basiskonzepten (vgl. Leitlinie 3) zuordnen.
- Die Erkenntnisgewinnung (E)
Experimentelle und andere Untersuchungsmethoden sowie Modelle nutzen
(vgl. Leitlinie 4).
- Die Kommunikation (K)
Informationen sach- und fachgerecht austauschen.
- Die Bewertung (B)
Chemische Sachverhalte in verschiedenen Kontexten erkennen und bewerten.
Leitlinie 3: Fachwissen wird unter Betonung der Basiskonzepte unterrichtet
Die unten angeführten Basiskonzepte bilden die Struktur des Fachwissens und
ermöglichen eine anspruchsvolle Problembearbeitung offener, kontextbezogener
Aufgaben.
|
Stoff – Teilchen
|
Die erfahrbaren Phänomene der stofflichen Welt und deren Deutung
auf der Teilchenebene werden konsequent unterschieden.
|
|
Struktur – Eigenschaft
|
Art, Anordnung und Wechselwirkung der Teilchen bestimmen die
Eigenschaften eines Stoffes.
|
|
Donator – Akzeptor
|
Säure-Base- und Redoxreaktionen lassen sich als Protonen
bzw. Elektronenübergänge
beschreiben.
|
|
Energie
|
Alle chemischen Reaktionen sind mit Energieumsatz verbunden.
|
|
Chemische Reaktion
|
Die Stoffumwandlung stellt einen wesentlichen Gesichtspunkt
chemischer Reaktionen dar.
|
Leitlinie 4: Erwerben von Fachwissen wird als Prozess erfahrbar gemacht
Folgende Vorgehensweise ist im Chemieunterricht am TGG obligatorisch:
-
Wahrnehmen:
Beobachten und Beschreiben eines Phänomens, Erkennen einer
Problemstellung, Vergegenwärtigen der Wissensbasis
-
Ordnen:
Zurückführen auf und Einordnen in Bekanntes, Systematisieren
-
Erklären:
Modellieren von Realität, Aufstellen von Hypothesen
-
Prüfen:
Planen, Durchführen, Auswerten und Beurteilen von Experimenten,
kritisches Reflektieren von Hypothesen
-
Modelle bilden:
Idealisieren, Verallgemeinern, Formalisieren, Aufstellen von
Theorien, Transferieren
Leitlinie 5: Fachübergriff und Einordnung in die Lebenswelt
Durch Verwendung und Bezug zu alltagsrelevanten und lebensweltlichen
Materialien im Chemieunterricht sollen Querbezüge und Vernetzungen zu
den unterschiedlichen Fachdisziplinen hergestellt werden.
Leitlinie 6: Verschiedene Sozialformen werden berücksichtigt
Durch Einsatz verschiedener Sozialformen soll der Kompetenzbereich
Kommunikation besonders gefördert werden und die Methodenschulung im
Vordergrund stehen.
| Klasse |
Themen |
Wochen-
stunden |
| 6 |
Stoffe aus phänomenologischer Sicht:
- Stoffeigenschaften
- Stoffsteckbriefe
- Aggregatzustände
- Trennung von Stoffgemischen
(dabei Projekte möglich)
|
2 (epochal) |
| 7 |
Reaktionen aus phänomenologischer Sicht:
- Verbrennungsvorgänge als chemische Reaktionen
- Luft
- Nachweisreaktionen CO2, O2
- Metalle, Metalloxide, Reaktivitätsreihe
- Chemische Gleichung
- Wasser und Wasserstoff (Knallgasprobe)
- Katalysator
- Metallgewinnung
- chemische Grundgesetze
|
2 |
| 8 |
Reaktionen auf der Teilchenebene:
- Wiederholung: chemische Grundgesetze
- Atommodell nach Dalton
- chemische Symbole und Formeleinheit
- Reaktionsgleichung, Berechnung von Stoffmengen (dabei Molbegriff optional)
- Elementegruppen (Alkali- und Erdalkalimetalle, Halogene)
|
2 (epochal) |
| 9 |
Systematisieren von Stoffen und Teilchen:
- Erweiterung des Daltonschen zum modernen Atommodell (Atombaupuzzle)
- Ionenverbindungen
- Elektrochemie
- Molekülverbindungen
- Zwischenmolekulare Kräfte I
- Säure-Base I (Begrifflichkeit nach Brönsted)
|
2 |
| 10 |
Organische Chemie und Säure – Base II:
- Alkanole I (Vertiefung zwischenmolekularer Kräfte)
- Alkane
- Alkene
- (Halogenalkane möglich)
- Alkanole II (Oxidationsprodukte)
- Säure-Base-Reaktionen II (Analytik; dabei Vertiefung des Mol-Begriffs)
|
2 |
Naturwissenschaftliche Klasse
N-Klassen haben in Jahrgang 9 zusätzlich 2 Halbjahresstunden
Chemie+-Unterricht für stärker projektgebundenes Arbeiten.
Es wird in jeder Klassenstufe eine schriftliche Leistungskontrolle von
45 min. Dauer pro Halbjahr geschrieben. In der Naturwissenschaftsklasse soll
im Jahrgang 9 eine zusätzliche besondere Lernleistung (z. B.
Projektdokumentation) zur Bewertung herangezogen werden. Nach Möglichkeit
soll die Leistungskontrolle an einem Experiment orientiert sein.
Zur Bewertung der Schülerleistung zählt neben der schriftlichen Leistung
die Mitwirkung im Unterricht (dazu gehören „Sich-Einbringen“ in den Unterricht
durch Hausaufgabenvortrag, Referate, Weitergabe von Kenntnissen sowie
experimentelle Fähigkeiten, dabei werden auch Kontinuität und sprachliche
Leistung berücksichtigt.) Zur Zensurenfindung ist eine Gewichtung von
40:60 vorgesehen.
In allen Klassenstufen stehen das Planen, Durchführen und Protokollieren
von Experimenten im Mittelpunkt des Chemieunterrichts. Dabei wird besonderer
Wert auf das Anfertigen strukturierter Versuchsprotokolle gelegt.
Im Folgenden sind die Inhalte der Klassenstufen ausführlicher dargestellt
und in Hinblick auf zu vermittelnde Kompetenzen (mittlere Spalte) sowie
Fachkonzepte (äußere Spalte) konkretisiert.
[UE = Unterrichteinheit; FW = Fachwissen; E = Methoden / Erkenntnisgewinn;
K = Kommunikation; B=Bewertung]
1. Stoffe und ihre Eigenschaften
| Inhalte, Themen |
Kompetenzen |
Fachkonzept |
- Sicherheits-
einrichtungen und Verhalten in
naturwissen- schaftlichen
Fachräumen
- Stoffeigenschaften, z. B.
Sicherheits- / Warnhinweise auf
Haushalts-
chemikalien (UE „Vorkoster“ möglich)
- Stoffeigenschaft Löslichkeit (Auflösen / Rückgewinnung
durch Eindampfen
- Umgang mit dem Gasbrenner
- Löslichkeit und Temperatur
(z. B. Alaun)
- Andere Lösungsmittel (möglich: Entfernen von Fettflecken
mit Benzin )
- Schmelz- und Siedepunkt
- Teilchenmodell (Versuche mit Einmachfolie o. Ä.; mögliche
Versuche: Schmelzkurve Wachs oder Eis; Bezug Wasser –
dabei Phänomene „Luftfeuchtigkeit“, „Raureif“
möglich; Versuch: Resublimation auf gekühltem Metallblock)
- Aggregatzustände und Übergänge
zwischen diesen
- Übersichtstabelle behandelte sowie weitere Eigenschaften
in Kurzform – Farbe, Leitfähigkeit, Magnetismus, saure /
alkalische Lösungen (Versuche möglich)
|
FW: Schülerinnen und Schüler
- unterscheiden zwischen Stoff – Körper, sie erkennen,
dass Stoffe durch Eigenschaften charakterisiert werden
- gruppieren nach Eigenschaften, die mit den Sinnen und
solchen, die mit Messmethoden bestimmbar sind
- stellen Zusammenhang zwischen Stoffeigenschaften und
Verwendungsmöglichkeiten für den Stoff her
- kennen den Zusammenhang zwischen Energiezufuhr und
Änderungen des Aggregatzustandes
- sie benennen die Übergänge mit Fachbegriffen und ordnen
geeigneten Beispielen zu
- Benutzen zur Beschreibung das Teilchenmodell
E: Schülerinnen und Schüler
- experimentieren sachgerecht nach Anleitung und beachten
Sicherheitsaspekte
- beobachten und beschreiben
- erkennen einfache Fragestellungen, die mit Methoden der Chemie bearbeitet werden können
- formulieren einfache Hypothesen und planen Experimente zur Überprüfung
- benutzen Modelle
K: Schülerinnen und Schüler
- protokollieren einfache Experimente
- verwenden Fachbegriffe
- stellen der Klasse ihre Ergebnisse vor
- erläutern Modelle
B: Schülerinnen und Schüler
- erkennen, dass die Chemie Möglichkeiten zur Untersuchung
von Stoffen und ihren Eigenschaften bietet und hilft,
sicherheits- und verantwortungsbewusst zu handeln
- erkennen, dass sie Vorgänge in ihrer Umgebung besser
systematisieren und erklären können und dass
Modellvorstellungen dabei helfen können
|
Stoff – Teilchen
Energie
|
2. Trennen von Stoffgemischen
| Inhalte, Themen |
Kompetenzen |
Fachkonzept |
- Je nach verfügbarer Zeit Farbstoffgemisch
(z. B. Smarties),
Rotwein, Werkstattgemisch (Gruppenarbeiten mit
Ergebnispräsentation möglich)
- Denkbar wären auch UE „ein Schiffbrüchiger gewinnt
Trinkwasser“ oder „Fettgehalt von Kartoffelchips“
und anderes (Filtrieren, Eindampfen, Extraktion,
Destillation)
|
FW: Schülerinnen und Schüler
- ergänzen vorhandene Kenntnisse (s. o.) in Bezug auf
weitere Stoffeigenschaften
- kennen verschiedene Trennverfahren
- erklären die Wirkung der Trennverfahren mit Hilfe
ihrer Kenntnisse
E: Schülerinnen und Schüler
- planen und entwickeln Strategien zur Trennung von
Stoffgemischen
- führen Experimente durch, beobachten und
protokollieren genau (s. o.)
K: Schülerinnen und Schüler
- protokollieren einfache Experimente
- stellen Ergebnisse vor
B: Schülerinnen und Schüler
- erkennen, dass sie mit ihren Kenntnissen Aufgaben und
Probleme mit Alltagsbezug lösen können
|
Stoff – Teilchen
Energie
|
1. Chemische Reaktion auf phänomenologischer Ebene
| Inhalte, Themen |
Kompetenzen |
Fachkonzept |
- Mögliche UE „Kerzenflamme“ oder nach dem
„Hadfield-Konzept“
- Definition der chemischen Reaktion
- Unterscheidung Element – Verbindung
- Energieumsatz bei chemischen Reaktionen
- Zusammensetzung der Luft
- Nachweise O2, CO2 (Löschen von Bränden möglich)
- Einführung der Wortgleichung
- Bildung von Metalloxiden
- Der Begriff Oxidbildung soll durch
Sauerstoffbindungs-
reaktion
behandelt werden (analog Metallsulfide möglich)
- Prinzip der Umkehrung einer Reaktion
- Wasser und Wasserstoff
- Eigenschaften und Reaktionen von Wasserstoff
- Knallgasreaktion
- Wasser als Oxid, Wassernachweis
- Einordnung von Wasserstoff in die Reaktivitätsreihe
(mögliche Versuche Wunderkerzen / Unterwasserfackel
Magnesium und Bezüge zum Enschede-Unglück)
- Metallgewinnung
- Verarbeitung von Malachit, Herstellung von
Bronze, Eisen
- Hochofen
- Stahlherstellung (Ötzi-Kontext möglich)
- Einordnung von Kohlenstoff in die Reaktivitätsreihe
|
FW: Schülerinnen und Schüler
- beschreiben, dass nach einer chemischen Reaktion
Ausgangsstoffe nicht mehr vorliegen und gleichzeitig
Stoffe mit neuen Eigenschaften entstehen
- erkennen, dass chemische Reaktionen mit Energieumsatz
verbunden sind, chemische Systeme Energie mit der Umgebung
tauschen, wobei sich Energieinhalt zwischen Pro- und Edukten
unterscheidet
- wissen, dass chemische Reaktionen prinzipiell umkehrbar
sind
- kennen Nachweisreaktionen
- begründen den Ablauf von Sauerstoffübertragungs-
reaktionen aus dem
unterschiedlichen „Bindungsbestreben“ für Sauerstoff
- ordnen Wasser als Oxid ein
- kennen Eigenschaften und den Nachweis für Wasserstoff
- können die Wirkung von Katalysatoren erläutern
- kennen andere Nichtmetalloxide
- kennen historische und aktuelle Aspekte der
Metallgewinnung, -verarbeitung und -verwendung
E: Schülerinnen und Schüler
- planen und führen Experimente durch (Sicherheitsaspekte
werden beachtet)
- protokollieren Beobachtungen, deuten diese und erkennen
die Bedeutung der Protokollführung für den Erkenntnisprozess
- benutzen Nachweisreaktionen zur Überprüfung
- deuten ihre Beobachtungen mit Hilfe von Energiediagrammen
K: Schülerinnen und Schüler
- unterscheiden Fach- und Alltagssprache beim Beschreiben
chemischer Reaktionen
- präsentieren ihre Arbeit als Team
- argumentieren fachlich korrekt und folgerichtig über
ihre Arbeit
- gehen sachlich und selbstkritisch mit Einwänden um
B: Schülerinnen und Schüler
- erkennen, dass chemische Reaktionen in der Alltagswelt
stattfinden
- erkennen die Bedeutung chemischer Reaktionen für Mensch
und Technik
- stellen Bezüge zu anderen Naturwissenschaften (Physik,
Mathematik und Biologie) her
|
Chemische Reaktion
Energie
|
2. Chemische Grundgesetze
| Inhalte, Themen |
Kompetenzen |
Fachkonzept |
- Hinführung zur chemischen Formel
- chemische Grundgesetze: Gesetz von der Erhaltung der Masse,
Gesetz von den konstanten Massenverhältnissen
- Atomsymbole
- Stoff- oder Teilchenportion
- Berechnungen mit Hilfe massenbezogener Teilchenzahlen
- mögliche Reaktionen: Kohlenstoff mit Sauerstoff
(Boyle-Versuch), Kupfer-I- und -II-oxid oder Kupfer mit
Schwefel quantitativ
|
FW: Schülerinnen und Schüler
- erarbeiten das Gesetz von den konstanten
Massenverhältnissen
- erarbeiten das Gesetz von der Erhaltung der Masse
E: Schülerinnen und Schüler
- planen und führen selbstständig Experimente durch
- benutzen Nachweisreaktionen zur Überprüfung
- deuten ihre Beobachtungen und führen eine
Verallgemeinerung durch
K: Schülerinnen und Schüler
- protokollieren sorgfältig und erläutern ihre
Überlegungen fachsprachlich korrekt
B: Schülerinnen und Schüler
- erkennen, dass sie mit ihren Fachkenntnissen neue
Sachverhalte erschließen können
|
Stoff – Teilchen
|
1. Daltonsche Atomvorstellung
| Inhalte, Themen |
Kompetenzen |
Fachkonzept |
- (eventuell Wiederholung der chemischen Grundgesetze
nötig)
- Interpretation der chemischen Grundgesetze auf Basis
des Teilchenmodells
- Atombegriff nach Dalton, dabei zuerst relative
Atommassen-
verhältnisse
- Vorgabe H = 1u möglich,
weitere Beziehung zwischen H und O-Atom o. Ä.
- Einführung der Einheit u
- Elementemassen, Massenspektroskopie, Elementereihe nach
Masse, Elementsymole, Verhältnis- / Elementarformel und
Aufstellung von Reaktionsgleichungen
- quantitative Betrachtungen von Reaktionen (Begriff der
Stoffmenge n= m/M und
Mol-Begriff möglich)
- Gasgesetze, Avogadro
- (möglich: Versuche mit Einwegspritzen; Eudiometerversuch)
- Zweiatomigkeit gasförmiger Elemente (optional: Mol-Volumen)
|
FW: Schülerinnen und Schüler
- wiederholen die chemischen Grundgesetze und deuten
sie auf Teilchenebene
- unterscheiden bei ihren Überlegungen Stoff- und
Teilchenebene
- erarbeiten die Aussagen des Daltonschen Atommodells
und wenden sie an
- kennen Symbole für wichtige Elemente und verwenden
sie bei Reaktionsgleichungen
- unterscheiden auf der Basis des Atommodells Elemente
und Verbindungen und veranschaulichen das
z. B. für
Stoffkreisläufe in der Natur oder andere Beispiele
- errechnen ausgehend von der Teilchenmasse in unit
- Massen von Stoffportionen und errechnen für einige
Beispiele notwendige Massenverhältnisse für vollständigen Umsatz
- kennen die Elemente der Alkali-, Erdalkali- und der
Halogengruppe
E: Schülerinnen und Schüler
- planen und führen selbstständig Experimente durch
- benutzen Nachweisreaktionen zur Überprüfung
- deuten ihre Beobachtungen und formulieren
verallgemeinerte Aussagen zu den chemischen Grundgesetzen
- deuten die Vorgange bei Reaktionen und die chemischen
Grundgesetze mit Hilfe von Modellen
K: Schülerinnen und Schüler
- protokollieren sorgfältig und erläutern ihre
Überlegungen fachsprachlich korrekt
- beachten bei ihren Aussagenden den Unterschied
zwischen Stoff- und Teilchenebene
- benutzen Modelle
B: Schülerinnen und Schüler
- erkennen, dass sie mit ihren Fachkenntnissen neue
Sachverhalte erschließen können
- sind sich bewusst, dass aus Einzelergebnissen abgeleitete
Verallgemeinerungen oder auch Modelle von vorläufiger
Gültigkeit sind
- erkennen die Bedeutung von chemischen Reaktionen und
Vorgängen in ihrer Umwelt
- stellen Bezüge zu anderen Naturwissenschaften (Physik,
Mathematik und Biologie) her
|
Chemische Reaktion
Stoff – Teilchen
Energie
|
1. Modernes Atommodell und chemische Bindungen
| Inhalte, Themen |
Kompetenzen |
Fachkonzept |
- Gruppenpuzzle mit Modellversuchen: elektrostatische
Phänomene, Rutherford’scher Streuversuch und Anderes
- Isotope
- PSE (innerer Aufbau der Atomhülle durch Betrachtung der
Ionisierungsenergie)
- Ionenverbindungen
- Deutung der Reaktionen durch Veränderungen der
Außenelektronenbilanz (Reaktionen und Beispiele
verschiedener Halogenide, Zink-Iod und anderes)
- Untersuchung von Salzlösungen (Elektrolyse möglich)
- Edelgasregel
- Erweiterungen zur Ionenverbindung: Nutzung der
Elektronenübertragung (galvanische Elemente,
z. B. Zink-Iod)
- elektronentheoretischer Redoxbegriff
- Teilgleichungen
- Redoxreihe der Metalle
- Deutung der hohen Schmelztemperaturen von Ionenverbindungen
- Anordnung der Ionen im „Gitter“ (Kristallzucht möglich)
- Molekülverbindungen
- H2-Molekül, Gemeinsames Elektronenpaar, Valenzelektron
- Einführung des Tetraedermodells für die Elektronenwolken
(EPA-Modell)
- Oktettregel
- Anwendung auf z. B.
Cl2, H2O, CH4
- Valenzstrichformel Anwendungen der Oktettregel auf
Reaktionen von Molekülverbindungen
|
E: Schülerinnen und Schüler
- erklären das Zustandekommen von Verbindungen anhand
von Veränderungen in der äußeren Elektronenschale
(Anwenden der Edelgasregel)
- erklären die Eigenschaften von Ionen- und
Molekülverbindungen anhand von Bindungsmodellen
- können Ionen- und Molekülverbindungen gegeneinander
abgrenzen
- wenden Kenntnisse über Elektronegativität zur Vorhersage
oder Klärung einer Bindungsart an
- wenden das EPA-Modell zur Erklärung der Struktur von
Stoffen an und erklären so die unterschiedlichen
Eigenschaften
- kennen Experimente, durch die der Atombau aufgeklärt und
veranschaulicht werden konnte
- können Hypothesen und Versuchsplanungen benennen, die zur
weiteren Aufklärung führten
- teilen chemische Reaktionen nach bestimmten Prizipien
und wenden die vier Basiskonzepte dabei an
- finden z. B. in Daten
zu den Ionisierungsenergien Trends und ziehen aus den
sich ergebenden Konsequenzen
Schlussfolgerungen, die zur Abwandlung der bisherigen
Atomvorstellung führen
- nutzen das PSE zur Ordnung und Klassifizierung der ihnen
bekannten Elemente
- deuten Reaktionen und Stoffeigenschaften durch Anwendung
von Modellen
- führen Nachweisversuche durch und ziehen
Schlussfolgerungen
- werten vorgegebene quantitative Daten aus
- wenden Bindungsmodelle an, um chemische Fragestellungen
zu lösen
K: Schülerinnen und Schüler
- recherchieren Daten zu Elementen, beschreiben,
veranschaulichen und erklären das PSE
- argumentieren fachlich korrekt und folgerichtig
- präsentieren ihre Arbeit als Team
- wählen geeignete Formen der Modelldarstellung aus
und fertigen Anschauungsmodelle
- prüfen Angaben zu Produkten auf fachliche Richtigkeit
- benutzen die chemische Symbolsprache
|
Stoff – Teilchen
Energie
|
2. Zwischenmolekulare Kräfte
| Inhalte, Themen |
Kompetenzen |
Fachkonzept |
- Dipolmoleküle und Dipolkräfte, Elektronegativität,
Wasserstoffbrücken (Versuche, Modelle; Tabellen)
- Lösen von Salzen (Hydrathülle)
- Van-der-Waals-Kräfte
- Abgrenzung: polar – unpolar (Vertiefung in Jahrgang 10)
|
K: Schülerinnen und Schüler
- recherchieren Daten zu Elementen, beschreiben,
veranschaulichen und erklären das PSE
- argumentieren fachlich korrekt und folgerichtig
- präsentieren ihre Arbeit als Team
- wählen geeignete Formen der Modelldarstellung aus und
fertigen Anschauungsmodelle
- prüfen Angaben zu Produkten auf fachliche Richtigkeit
- benutzen die chemische Symbolsprache
B: Schülerinnen und Schüler
- stellen Bezüge zu anderen Lebensbereichen und
Fachwissenschaften (speziell zur Physik und Mathematik)
her
- erkennen die Bedeutung chemischer Vorgänge, Methoden
und Kenntnisse für andere Lebensbereiche (Umwelt,
Umweltwissenschaften)
- nennen Berufsfelder, in denen chemische Kennntnisse von
Bedeutung sind
|
Stoff – Teilchen
chemische Reaktion
|
1. Organische Chemie
| Inhalte, Themen |
Kompetenzen |
Fachkonzept |
- Kennzeichen organischer Verbindungen (Versuche)
- Sonderstellung des C-Atoms
- Alkanole: Ethanol Herstellung durch Gärung, Wirkung /
Gefahren (Referate möglich), Versuche zur Ermittlung der
Molekülstruktur: Eigenschaften wie Sdp. Smp.,
Lösungsverhalten, Reaktion mit Na, Molmassen-
bestimmung
usw. werden ausgewertet
- Homologe Reihe, Isomerie und Nomenklatur, mehrwertige
Alkanole (Überleitung zu Kohlenwasserstoffen durch
katalytische Dehydratisierung möglich)
- Alkane I: Struktur; homologe Reihe, Nomenklatur
(Versuche zu Eigenschaften: Sdp. Smp. Lösungsmittel)
- Verhalten gegenüber H2O Verbrennungsreaktion (Alkane als
Energieträger; möglich: Einsatz Gruppenpuzzle „Erdöl“);
u. a. Katalysator bei
Erdölveredlung; Auseinandersetzung
mit Umweltproblematik fossiler Energieträger
- Alkane II: Substitution durch Halogene, Radikalreaktion
ohne detaillierten Mechanismus; Verwendung und Gefahren
von FCKW+; Ethen: Besonderheit der Doppelbindung
(Molekülmodelle); Addition von Brom; Gegenüberstellung
zur radikalischen Substitution; Homologe Reihe der
Alkene
|
FW: Schülerinnen und Schüler
- stellen die Sonderstellung des C-Atoms fachlich korrekt
dar und begründen daraus die Vielfalt organischer
Verbindungen sowie einige besondere Kennzeichen /
Eigenschaften
- kennen die Kennzeichen der Alkane und ihre Bedeutung als
Energieträger und Ausgangsstoff für viele Synthesen der
Chemischen Industrie
- experimentieren unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften
und stellen die Anwendung von Mess- und Nachweisverfahren
sachgerecht und begründend dar
- können die Unterschiede zwischen C-C-Einfach- und
Doppelbindung hinsichtlich des unterschiedlichen
Reaktionsverhalten der Alkane und Alkene beschreiben und
begründen
- können Struktur – Eigenschaftsbeziehungen für Alkane,
Alkene und Alkanole sowohl für die omologen Reihen als
auch zwischen den Stoffgruppen darstellen und sich daraus
ergebende Verwendungsmöglichkeiten aufzeigen
E: Schülerinnen und Schüler
- werten vorgegebene Messreihen und Diagramme aus
- leisten Planung, Durchführung und Auswertung von
Experimenten zur
- Untersuchung der Eigenschaften von Alkanen und
- zur Bestimmung der Strukturformel von Ethanol
- wenden dabei Mess- und Nachweisverfahren an
K: Schülerinnen und Schüler
- wählen themenbezogene Informationen aus
- arbeiten im Team und präsentieren ihre Ergebnisse
- argumentieren auf der Basis fachlicher Kenntnisse
strukturiert und folgerichtig
- Schüler präsentieren ihre Ergebnisse im Team
B: Schülerinnen und Schüler
- erkennen die Verknüpfung zwischen chemischen Erkenntnissen
und gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anforderungen
- erkennen Chemie als bedeutsame Wissenschaft und sehen
ihre Bedeutung für andere Fachwissenschaften sowie für
Mensch und Umwelt
- erkennen, dass sie mit ihren Vorkenntnissen neue
Sachverhalte erschließen können
|
Stoff – Teilchen
Struktur – Eigenschaften
Energie
chemische Reaktion
|
2. Arbeiten mit Stoffmengenkonzentrationen
| Inhalte, Themen |
Kompetenzen |
Fachkonzept |
- Lösungen
- Säure-Base-Reaktionen II (H3O+,
OH--Ionen)
- Neutralisation, Titrationen
- Mol II
- Konzentrationen
|
FW: Schülerinnen und Schüler
- berechnen Stoffmengenkonzentrationen unter Anwendungen
von mathematischen Beziehungen
(n = m/M)
- kennen das Donator-Akzeptor-Prinzip bei
Säure-Base-Reaktionen
E: Schülerinnen und Schüler
- protokollieren und beobachten Versuche
- wenden Mess- und Auswertungsverfahren an
K: Schülerinnen und Schüler
- benutzen die Fachsprache korrekt
B: Schülerinnen und Schüler
- stellen Bezüge zu anderen Lebensbereichen und Fächern
her
|
Stoff – Teilchen
Struktur – Eigenschaften
chemische Reaktion
|