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Informationen über den Unterricht
in evangelischer und katholischer Religion

Konfessioneller und konfessionell-kooperativer Unterricht

In den Jahrgängen 5/6 sowie 10 bietet unsere Schule evangelischen und katholischen Religionsunterricht in getrennten Lerngruppen an. Dabei werden die konfessionellen Lerngruppen teilweise aus verschiedenen Klassen des Jahrganges zusammengesetzt. In den Jahrgängen 7-9 unterrichten wir konfessionell-kooperativ, d. h. evangelische und katholische Schüler und Schülerinnen bleiben in ihrem Klassenverband und werden gemeinsam von einer katholischen oder evangelischen Lehrkraft unterrichtet. Die Unterrichtsinhalte für diese, wie auch für die anderen Jahrgänge, wurden in der Fachkonferenz der Religionslehrkräfte beider Konfessionen gemeinsam beschlossen und können der folgenden Übersicht entnommen werden.

Jahrgang 5 (evangelisch)

  1. Der Mensch zwischen Angst und Geborgenheit, Trauer und Trost

    Material
    Kursbuch Religion 1: S. 19, 23-29, 102-105, 108

    Biblische Basistexte
    Ps 23 (Der gute Hirte KB S. 108f, 144f, s.o.); Mk 4,35-41 (Stillung des Sturms, S. 15); Mk 14,32-42 (Jesus in Gethsemane)

    Verbindliche Grundbegriffe
    Gebet, Klagepsalm, Dank- und Lobpsalm

    Leitthema

    Der Mensch zwischen Angst und Geborgenheit, Trauer und Trost

    Schülerinnen und Schüler nehmen Angst, Verlust und Trauer als Bestandteile des menschlichen Lebens wahr und begegnen Trost und Geborgenheit stiftenden Worten, Gesten und Handlungen in ihrer lebensförderlichen Wirkung.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • beschreiben Situationen der Angst und der Trauer und übliche Formen des Umgangs mit ihnen.
    • gestalten und deuten religiöse Sprachformen als Ausdruck der Befreiung, des Trostes und der Klage.
    • deuten biblische und außerbiblische Zeugnisse als Zeichen der Hoffnung.
    • beschreiben Hilfseinrichtungen unterschiedlicher Träger und deren Unterstützungsangebote.
    • setzen sich mit verletzenden Worten und Gesten auseinander und gestalten tröstende und Geborgenheit gebende Worte und Formen.

    Prozessbezogene Kompetenzbereiche

    Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz, Deutungskompetenz, Urteilskompetenz, Dialogkompetenz, Gestaltungskompetenz

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Eigene Verlust- und Trennungserfahrungen, Krankheit, Kinder-, Bilder- und Jugendbücher, Filme, Orte des Trauerns
    • Gebete, Lieder, Klagepsalm, Dank- und Lobpsalm
    • Heilungs- und Wundergeschichten, Erzelterngeschichten
    • Janusz Korczak und die Kinder im Getto, Kindersorgentelefon, Beerdigungsinstitut
    • Erzählungen, Gespräche, Trostbriefe, Gesten des Trauerns und Tröstens, Erinnerungstexte und -bilder
  2. Jesus in seiner Zeit und Umwelt (Jesus Christus)

    Material
    Kursbuch Religion 1, S. 116-129, 130-135, 180-185; Benjamin und Julius; evtl. integriert: Kb 1, S. 190-197, 34 (Sabbat-Sonntag) / Judentum

    Biblische Basistexte
    Mk 4,1-34 (Gleichnisse, Auswahl); Mk 10,13-16 (Die Segnung der Kinder); Mk 15,20-47 (Jesu Kreuzigung und Tod); Lk 2,1-21 (Jesu Geburt)

    Verbindliche Grundbegriffe
    Gleichnis, Messias, Pharisäer, Sadduzäer, Synagoge, Zeloten

    Leitthema

    Jesus in seiner Zeit und Umwelt

    Schülerinnen und Schüler begegnen dem Menschen Jesus in seiner Zeit und Umwelt und in seiner Wirkung auf unterschiedliche Menschen.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • nehmen Spuren Jesu in ihrer Alltagswelt wahr und beschreiben sie.
    • geben Auskunft über wesentliche Stationen des Lebens Jesu.
    • beschreiben wichtige politisch-religiöse Gruppierungen zur Zeit Jesu.
    • erläutern, dass Jesus Jude war. => Das Judentum entdecken!
    • zeigen anhand von Beispielen, dass Jesu Zuwendung Heil und Gemeinschaft stiftet. Siehe Kompetenzbereich Mensch und Gleichnisse
    • erzählen und deuten zwei Gleichnisse vom Kommen des Reiches Gottes.
    • setzen wichtige kirchliche Feste mit Ereignissen aus dem Leben Jesu in Beziehung und entwickeln exemplarisch Elemente eines Festes gestalterisch.

    Prozessbezogene Kompetenzbereiche

    Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz, Deutungskompetenz, Urteilskompetenz, Dialogkompetenz, Gestaltungskompetenz

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Feste, Symbole, Lieder, Kirchen, Bilder, Filme
    • Geburt, Kindheit und Jugend in Nazareth, Wanderprediger, Verhaftung und Tod
    • Pharisäer, Sadduzäer, Zeloten
    • Jüdisches Alltagsleben, religiöse Feste, Synagoge, Messiaserwartung
    • Begegnungen Jesu mit Ausgegrenzten wie Kranken, Zöllnern, Armen, Sündern
    • Gleichnisse Jesu
    • Weihnachten, Karfreitag, Ostern, Himmelfahrt
  3. Das Judentum entdecken

    Material
    Kursbuch Religion 1, S. 190-197, 34 (vgl. 2. Thema)

    Biblische Basistexte
    2. Mose (Exodusgeschichte in Auszügen); 5. Mose 6,4-9 (Ermahnung zur Liebe und zum Gehorsam gegen den Herrn)

    Verbindliche Grundbegriffe
    Davidstern, Sabbat, Synagoge, Tora

    Leitthema

    Das Judentum entdecken

    Die Schülerinnen und Schüler lernen Grundzüge der jüdischen Glaubenswelt am Beispiel zentraler Personen, Ereignisse und Feste kennen und erhalten dabei einen Einblick in die enge Verbindung zum Christentum.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • zeigen Spuren jüdischen Lebens und Glaubens in der Umgebung auf.
    • erläutern die Bedeutung einiger jüdischer Feste.
    • stellen wichtige Ereignisse im Leben Abrahams dar.
    • geben das jüdische Glaubensbekenntnis wieder.
    • führen Beispiele für die nahe Beziehung von Judentum und Christentum an.
    • stellen aus ihrer Umgebung Beispiele gegenwärtigen jüdischen Lebens vor.

    Prozessbezogene Kompetenzbereiche

    Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz, Deutungskompetenz, Urteilskompetenz, Dialogkompetenz, Gestaltungskompetenz

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Synagoge, Davidstern, jüdischer Friedhof, „Stolpersteine“, Gedenkstätten, Mahnmale
    • Pessach, Sabbat, Bar/Bat Mitzwa
    • Abrahams Wanderung (bes. der Aufbruch), Sara, Hagar, Isaak, Ismael
    • Sch‘ma Jisrael
    • Hebräische Bibel, Tora, Festkalender
    • Jüdische Mitbürger, jüdische Gemeinden bzw. Einrichtungen

Jahrgang 6 (evangelisch)

  1. Ich und die anderen

    Material
    Kursbuch Religion 1, S. 10-33

    Biblische Basistexte
    1. Mose 1, 26-28 (Ebenbildlichkeit und Schöpfungsauftrag), Mt 7,12 (Goldene Regel); Lk 10,25-37 (Der barmherzige Samariter); Lk 19,1-10 (Zachäus)

    Verbindliche Grundbegriffe
    Goldene Regel, Menschenwürde, Selbstannahme und Nächstenliebe

    Leitthema

    Ich und die anderen

    Schülerinnen und Schüler erkennen Konflikte und deren Lösungen als zum menschlichen Zusammenleben gehörig und lernen die in diesem Zusammenhang relevanten christlichen Grundwerte der Einzigartigkeit und Würde jedes Menschen kennen.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • zeigen die Notwendigkeit gemeinsamer Regeln als Grundlage für ein gelingendes Miteinander auf.
    • bringen Geschwistergeschichten und Frieden stiftende Konfliktregeln der biblischen Tradition mit eigenen Erfahrungen in Verbindung.
    • erläutern die Einzigartigkeit und Würde jedes Menschen als christlichen Grundwert.
    • stellen die Relevanz biblischer Aussagen in eigenen und fremden Lebenssituationen dar.

    Prozessbezogene Kompetenzbereiche

    Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz, Deutungskompetenz, Urteilskompetenz, Dialogkompetenz, Gestaltungskompetenz

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Erfahrungen mit Bildung neuer Gruppen und gemeinsamen Regeln, Entstehung und Ablauf von Konflikten
    • Kain und Abel, Jakob und Esau, Joseph und seine Brüder; Dekalog, Goldene Regel
    • Ebenbildlichkeit Gottes, Zachäus
    • Eigene Stärken, eigene Schwächen, Umgang mit Freunden und Fremden, behinderten Menschen, Kinder- und Menschenrechte, Projekte für Kinder
  2. Gott als Schöpfer und Begleiter

    Material
    Kursbuch Religion 1, S. 38-63, 90-101; 105-110; 133ff (Gleichnisse, siehe Jg. 5)

    Biblische Basistexte
    1. Mose 1 (Die Schöpfung) oder 2 (Das Paradies); Ps 23 (Der gute Hirte, s.o.); Mt 6,9-13 (Das Vaterunser); Joh 8,12 (Jesus dasLicht der Welt)

    Verbindliche Grundbegriffe
    Gebet, Genesis, Psalm, Schöpfer

    Leitthema

    Gott als Schöpfer und Begleiter

    Schülerinnen und Schüler begegnen in Glaubenszeugnissen von Menschen Gott als dem Schöpfer und Begleiter und erschließen in dieser Begegnung eigene Erfahrungen.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • beschreiben die Schönheit der Schöpfung und bringen ihre Gedanken und Gefühle angesichts der Schöpfung zum Ausdruck.
    • erläutern eine Schöpfungserzählung als Glaubensaussage.
    • benennen biblische Bildworte für Gott.
    • setzen sich mit biblischen und gegenwärtigen Beispielen von Menschen auseinander, die ein Leben im Vertrauen auf Gott führten.
    • zeigen an Beispielen, wie sich Menschen in Worten der Klage, des Dankes und des Lobes an Gott wenden.
    • gestalten und erläutern eigene Gottesvorstellungen.

    Prozessbezogene Kompetenzbereiche

    Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz, Deutungskompetenz, Urteilskompetenz, Dialogkompetenz, Gestaltungskompetenz

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Naturerfahrungen in Bildern oder Texten, Schöpfungslieder, eigene Erkundungen in der Natur
    • 1. Mose 1 und/oder 2
    • Namen Gottes, Bildworte in Joh und Ps
    • Abraham, Mose, Josef, autobiografische Zeugnisse
    • Psalmen, Gebete, Lieder
    • Bilder und Texte von Kindern und Jugendlichen, eigene Gestaltungen
  3. Gemeinsam glauben in verschiedenen Kirchen

    Material
    Kursbuch 1, S. 160-185

    Biblische Basistexte
    1. Kor 12,12-31 (Viele Glieder – ein Leib)

    Verbindliche Grundbegriffe
    evangelisch, katholisch, Konfession, Ökumene

    Leitthema

    Gemeinsam glauben in verschiedenen Kirchen

    Schülerinnen und Schüler bringen eigene Erfahrungen mit Kirche zur Sprache, kennen Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zwischen verschiedenen christlichen Konfessionen und wissen um die Notwendigkeit eines respektvollen Umgangs und einer Zusammenarbeit mit Angehörigen anderer Konfessionen

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • bringen eigene Erfahrungen mit Kirche zur Sprache.
    • beschreiben kirchliche Feste im Lebenslauf.
    • erläutern Gemeinsamkeiten Unterschiede von evangelischer und katholischer Kirche.
    • stellen Beispiele ökumenischer Zusammenarbeit dar.
    • gestalten im Rahmen der Schule ökumenische Aktionen und gehen dabei respektvoll mit Angehörigen der anderen Konfessionen um.

    Prozessbezogene Kompetenzbereiche

    Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz, Deutungskompetenz, Urteilskompetenz, Dialogkompetenz, Gestaltungskompetenz

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Meine Kirche – Kirchen vor Ort, kirchliche Angebote für Kinder und Jugendliche
    • Taufe, Konfirmation/Kommunion, Hochzeit, Beerdigung
    • Einrichtung der Kirchenräume; Gemeinsamkeiten: Bibel, Vaterunser, Glaubensbekenntnis, Diakonie bzw. Caritas; Unterschiede: Priester bzw. Pastor/in, Papst, Sakramente, Heilige, Maria
    • Gottesdienste, Bahnhofsmission, Sozialstation, Mittagstisch
    • Klassenfeier oder Schulandacht zu einem jahreszeitlich passenden Fest, ökumenischer Festkalender, gegenseitige Kirchenbesuche, Einsatz für ein ökumenisches Projekt

Jahrgang 7 (konfessionell-kooperativ)

  1. Wirklichkeit deuten, prophetisch handeln, Hoffnung wecken

    Material
    Kursbuch Religion 2: S. 74ff

    Biblische Basistexte
    Jes 11,1-9 (Der Messias und sein Friedensreich); Am 5,21-27 (Der äußerliche Gottesdienst tut’s nicht); Am 8,4-10 (Gegen den Wucher der Reichen); Mt 5 (1. Kapitel der Bergpredigt in Auszügen)

    Verbindliche Grundbegriffe
    Bergpredigt, Gerechtigkeit, Prophet

    Leitthema

    Miteinander leben – sich an Gerechtigkeit und Frieden orientieren

    Schülerinnen und Schüler verstehen Gerechtigkeit und Frieden als christliche Grundwerte und beziehen sie auf die eigene Lebensgestaltung.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • beschreiben Beispiele für Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit in ihrer eigenen Lebenswelt.
    • geben Beispiele für prophetisches Handeln im AT wieder und deuten es als Handeln Gottes für Gerechtigkeit und Frieden.
    • zeigen Liebe, Gerechtigkeit und Frieden als zentrale Aspekte der Bergpredigt auf.
    • setzen sich mit prophetischen Gestalten der Gegenwart und ihrem Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung auseinander.
    • beziehen Impulse der biblischen Botschaft auf aktuelle Konflikte und eigene Handlungsmöglichkeiten.

    Prozessbezogene Kompetenzbereiche

    Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz, Deutungskompetenz, Urteilskompetenz, Dialogkompetenz, Gestaltungskompetenz

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Situationen in der Familie, Clique, Schule und Gesellschaft
    • Amos, Jesaja
    • Nächsten- und Feindesliebe, Antithesen
    • M. L. King, D. Tutu, R. Menchu, M. Gandhi, D. Bonhoeffer
    • Hilfsorganisationen, Diakonie, eigene Hilfs- bzw. Spendenaktionen
  2. Jesus sehen – Christus verstehen

    Material
    Kursbuch Religion 2: S. 38ff

    Biblische Basistexte
    Mt 5,1-12 (Die Seligpreisungen); Mt 20,1-15 (Von den Arbeitern im Weinberg); Mk 1, 29-31 (Die Schwiegermutter des Simon); Mk 2,13-17 (Die Berufung des Levi und das Zöllnermahl); Mk 10,17-27 (Der reiche Jüngling); Mk 12,28-34 (Die Frage nach dem höchsten Gebot)

    Verbindliche Grundbegriffe
    Nachfolge, Reich Gottes, synoptischer Vergleich, Wundergeschichte, Zweiquellentheorie

    Leitthema

    Wirken und Botschaft Jesu

    Schülerinnen und Schüler erschließen den befreienden, ermutigenden und auffordernden Charakter des Wirkens und der Botschaft Jesu.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • beschreiben, dass Menschen unterschiedlich auf Jesus reagieren.
    • legen Bibeltexte methodisch reflektiert unter Berücksichtigung ihrer Entstehungsgeschichte aus.
    • erläutern anhand von Worten und Taten Jesu, dass das Reich Gottes im Wirken Jesu bereits angebrochen ist.
    • geben Wundergeschichten wieder, in denen Jesus sich Menschen zuwendet und dadurch neue Lebensmöglichkeiten eröffnet.
    • belegen an neutestamentlichen Beispielen, dass Jesus eine neue Sozialordnung verkündigt und punktuell praktiziert hat.
    • stellen biblische und aktuelle Beispiele für die Nachfolge Jesu dar und setzen sie in Bezug zu ihrem eigenen Leben.
    • erläutern die Bedeutung Jesu im Islam.

    Prozessbezogene Kompetenzbereiche

    Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz, Deutungskompetenz, Urteilskompetenz, Dialogkompetenz, Gestaltungskompetenz

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Begegnungen mit Jesus im NT, Erfahrungen historischer und gegenwärtiger Persönlichkeiten
    • Exemplarische neutestamentliche Texte, Zweiquellentheorie, synoptischer Vergleich
    • Person und Botschaft Jesu, Reich-Gottes-Gleichnisse
    • Wunder und Heilungen
    • Seligpreisungen, Arbeiter im Weinberg, reicher Jüngling
    • Berufungsgeschichten im NT, Leben in der Urgemeinde, gegenwärtige Biografien
    • Jesus im Koran, Jesus als Prophet
  3. Rechtfertigung – Befreiung zum Leben

    Material
    Kursbuch 2: In der Schöpfung als Ebenbild Gottes S. 154ff; Kirche in der Welt S. 170ff

    Biblische Basistexte
    2. Mose 20,1-17 (Die zehn Gebote); Mk 12,28-34 (Die Frage nach dem höchsten Gebot); Lk 15,11-32 (Vom verlorenen Sohn)

    Verbindliche Grundbegriffe
    Gebot, Nächstenliebe, Rechtfertigung, Schuld und Vergebung

    Leitthema

    Rechtfertigung – Befreiung zum Leben

    Schülerinnen und Schüler nehmen menschliches Leben in der Spannung zwischen Schuld und Vergebung wahr und erkennen, dass nach christlichem Verständnis Gott in Jesus Christus von sich aus die Distanz zum Menschen überwunden hat und den Menschen von seiner Schuld immer wieder freispricht.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • unterscheiden Situationen produktiver Leistungsanforderungen von überfordernden.
    • erläutern einzelne Beispiele für den Zuspruch und Anspruch Gottes im AT und NT.
    • erläutern den befreienden Charakter der Rechtfertigungslehre Luthers.
    • beziehen die Rechtfertigungsbotschaft auf gegenwärtige Lebensbedingungen.
    • erläutern den bedingenden Zusammenhang von Gottesliebe und Nächstenliebe.
    • vergleichen Beispiele tätiger Nächstenliebe mit rücksichtslosen Verhaltensweisen.

    Prozessbezogene Kompetenzbereiche

    Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz, Deutungskompetenz, Urteilskompetenz, Dialogkompetenz, Gestaltungskompetenz

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Erfolg und Misserfolg in Schule, Sport, Freizeit, Erwartungen und Ansprüche von Eltern und Clique
    • Erzählungen zum Verhältnis Gott – Mensch im AT, Worte und Taten Jesu
    • Ängste und Leistungsansprüche des mittelalterlichen Menschen, Zuspruch Gottes: Gerechtfertigt aus Glauben - aus Befreiung leben
    • Ängste und Leistungsansprüche des heutigen Menschen, Anerkennung, bedingungslose Annahme, Zuwendung, Sündenvergebung
    • Doppelgebot der Liebe
    • Persönliche und institutionelle Hilfsangebote, biografische Zeugnisse, Erzählungen

Jahrgang 8 (konfessionell-kooperativ)

  1. Die Botschaft vom gnädigen und gerechten Gott

    Material
    Kursbuch Religion 2: Auszüge aus Mit Gott unterwegs S. 118ff

    Biblische Basistexte
    2. Mose 3 (Moses Berufung); Mt 22,34-40 (Die Frage nach dem höchsten Gebot); Lk 19,1-10 (Zachäus); Apg 9,1-19 (Die Bekehrung des Saulus)

    Verbindliche Grundbegriffe
    Diakonie, Doppelgebot der Liebe, Gerechtigkeit, Gnade, Götze

    Leitthema

    Die Botschaft vom gnädigen und gerechten Gott

    Schülerinnen und Schüler erschließen Gnade und Gerechtigkeit als wesentliche Merkmale des biblischen Gottes und reflektieren Impulse für die eigene Lebensgestaltung.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • nehmen die Inanspruchnahme Gottes durch Menschen in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft wahr und beschreiben diese.
    • deuten die Gottesrede Jesu als Ausdruck der Liebe zu den Menschen.
    • stellen dar, dass Paulus den rechtfertigenden Gott in die Mitte seines Glaubens und seiner Botschaft stellt.
    • unterscheiden den christlichen Gott von nicht christlichen Gottesbildern einerseits und modernen Götzen und menschenverachtenden Gottesvorstellungen andererseits.
    • präsentieren diakonische Projekte, die aus dem christlichen Gottesglauben resultieren.

    Prozessbezogene Kompetenzbereiche

    Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz, Deutungskompetenz, Urteilskompetenz, Dialogkompetenz, Gestaltungskompetenz

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Gott in der Politik, in der Werbung, im Sport
    • Jesu Rede von Gott
    • Damaskuserlebnis, Reisen und Briefe
    • Die 99 Namen Gottes, Unverfügbarkeit Gottes, Mammon, Luther: „Woran du dein Herz hängst … “, die dunklen Seiten Gottes
    • Gottesliebe-Nächstenliebe-Selbstannahme, Diakonie, (Kinder-) Hilfsprojekte, Sozialprojekte
  2. Unsere Kirchen haben eine Geschichte

    Material
    Kursbuch Religion 2: Kirche in der Welt (S. 170)

    Biblische Basistexte
    Apg 2 (Das Pfingstwunder); 4,32-37 (Die Gütergemeinschaft der ersten Christen)

    Verbindliche Grundbegriffe
    Pfingsten, Priestertum aller Gläubigen, Reformation, Sakramente: Taufe und Abendmahl

    Leitthema

    Unsere Kirchen haben eine Geschichte

    Schülerinnen und Schüler kennen wichtige Kirchengründungen und Kirchenspaltungen in Grundzügen und wissen um die besondere Bedeutung der Reformation für die evangelische Kirche. Sie erschließen eine Kirche als ‚steingewordene Glaubensgeschichte‘ und erleben Kirche als einen Ort gestalteter Religion.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • skizzieren wichtige Kirchengründungen und Kirchenspaltungen und ihre Auswirkungen bis heute.
    • stellen Ursachen der Kirchentrennung in der Reformation dar.
    • erläutern Kernaussagen reformatorischer Lehre.
    • erklären Kirchen als „steingewordene Glaubensgeschichte“.
    • erläutern Kirchen als Orte der Verkündigung, Gemeinschaft, Feier und Kontemplation.

    Prozessbezogene Kompetenzbereiche

    Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz, Deutungskompetenz, Urteilskompetenz, Dialogkompetenz, Gestaltungskompetenz

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Erste christliche Gemeinden; konstantinische Wende; Reformation und Gegenreformation; Struktur einer evangelischen Landeskirche und der katholischen Kirche; Kirche – Freikirche – Sekte
    • Luthers reformatorische Entdeckung; politische und soziale Zusammenhänge
    • Rechtfertigung; sola scriptura; Priestertum aller Gläubigen
    • Kirchenpädagogische Erkundung
    • Gottesdienst, Versammlung der Gläubigen, Feste, Musik, Kunst, ökumenische Feiern
  3. Islam: Leben nach Gottes Willen

    Material
    Kursbuch 2, S. 222ff

    Biblische Basistexte
    1. Mose 12-22 ( Die Abrahamerzählung in Auszügen); Gal 3,26-29 (Gotteskindschaft)

    Verbindliche Grundbegriffe
    Abrahamitische Religionen, Koran, Moschee

    Leitthema

    Den Islam kennenlernen

    Schülerinnen und Schüler lernen Glaubensformen und zentrale Lehren des Islam kennen und setzen diese in Beziehung zu christlichen und jüdischen Glaubensvorstellungen.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • beschreiben Beispiele muslimischen Lebens in ihrer näheren und weiteren Umgebung.
    • geben Auskunft über das Leben Mohammeds und über seine Bedeutung für den Islam.
    • stellen zentrale Inhalte des islamischen Glaubens und Lebens sowie der Geschichte des Islam dar.
    • erläutern die Ausstattung und Funktion einer Moschee und vergleichen sie mit einer Kirche.

    Prozessbezogene Kompetenzbereiche

    Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz, Deutungskompetenz, Urteilskompetenz, Dialogkompetenz, Gestaltungskompetenz

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • stellen Beispiele für das besondere Verhältnis von Muslimen, Christen und Juden vor.
    • Moscheen, Kleidung, Ramada, Medien, muslimische Mitschüler / Mitschülerinnen, Meldungen über fundamentalistische Aktivitäten
    • Berufung, Offenbarung des Koran, Zeit in Mekka und Medina, als Politiker und „Siegel der Propheten“
    • „Fünf Säulen“, Fastenbrechen und Opferfest, Entstehung und Ausbreitung des Islam
    • Historische und moderne Moscheen und Kirchen
    • „Abrahamitische Religionen“, Kreuzzüge, Cordoba, Jerusalem

Jahrgang 9 (konfessionell-kooperativ)

  1. Gottesglaube – Erkenntnis und Zweifel

    (Vgl. KC RE, 22 / KC RK, 20f.

    Biblische Basistexte
    Gen 1-2, Hiob (in Auszügen), Ps 22, Ps 46 (Ein feste Burg …), Joh 20, 24-31 (Thomas), 2 Kor 1, 3-4

    Verbindliche Grundbegriffe
    Atheismus, Glaube, Mythos – Logos, Psalm, Theodizee, Weltbild, Zweifel

    Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Anfragen an den Glauben an Gott auseinander. Sie reflektieren das christliche Gottesverständnis im Hinblick auf die Theodizeefrage, auf naturwissenschaftliche Erkenntnis und auf die neuzeitliche Religionskritik.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • nehmen Widerfahrnisse des Lebens als Situationen wahr, in denen die Frage nach Gott aufbricht und Menschen sich in Lob, Klage und Anklage an Gott wenden.
    • zeigen Naturwissenschaft und Glaube als unterschiedliche Zugänge zur Deutung der einen Wirklichkeit auf.
    • skizzieren Verhältnismodelle von Glaube und Naturwissenschaft und vertreten dazu eine Position.
    • legen die Theodizeefrage und eine christlich begründete Auseinandersetzung damit in Grundzügen dar.
    • geben ein Beispiel dafür wieder, dass Menschen auch im Leid durch den Glauben an Gott tragfähige Hilfe erfahren.
    • erläutern grundlegende philosophische Positionen zur Gottesfrage.
    • setzen sich theologisch begründet und argumentativ damit auseinander.

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Glück, Leid, Unfall, Unglück, Krankheit, Tod, Bewahrung, Naturkatastrophe
    • Weltbilder in ihrer jeweiligen Entstehungszeit
    • naturwissenschaftliche Weltdeutungen, Kreationismus, materialistischer Ansatz, Zitate von Naturwissenschaftlern und Theologen
    • Hiob, Jesus Christus als (mit-)leidender Gottessohn
    • Bonhoeffer, Kushner, Psalmen
    • Grundpositionen der neuzeitlichen Religionskritik
  2. Die Endlichkeit des Menschen als Anfrage an das Leben

    (Vgl. KC RE, 28 / KC RK, 18f.)

    Biblische Basistexte
    Gen 1, 26-28, 1 Kor 15

    Verbindliche Grundbegriffe
    Auferstehungshoffnung, Euthanasie, Hospiz, Krankensalbung, Palliativmedizin

    Die Schülerinnen und Schüler bedenken dem christlichen Menschenbild angemessene Verhaltensweisen gegenüber Sterben und Tod und kennen die christliche Auferstehungshoffnung.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • beschreiben typische Formen des Umgangs mit Sterben und Tod in unserer Gesellschaft.
    • beschreiben ethische Konflikte mit Blick auf Sterben und Tod.
    • kennen das christliche Menschenbild.
    • entfalten die Bedeutung der Menschenwürde für die Frage nach Leben und Tod.
    • setzen sich mit Formen, Möglichkeiten und Grenzen der Sterbebegleitung und Sterbehilfe auseinander.
    • erörtern ethische Dilemmata im Zusammenhang mit Sterben und Tod.
    • erläutern und gestalten Ausdrucksformen der Hoffnung, des Trostes und des Zuspruchs im Leid.

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Todesanzeigen, Abschiedsbriefe, Kondolenz, Bestattungsformen und -orte, virtuelle Friedhöfe
    • Sterbehilfe, Abtreibung, Gen-Ethik
    • Gottesebenbildlichkeit, Menschenwürde, Auferstehungshoffnung, Nächstenliebe
    • Palliativmedizin, Hospiz, Sterbephasen, Krankensalbung, Euthanasie
    • Predigten, Psalmen, Gebete, Beileidsbekundungen
  3. Hinduismus und Buddhismus

    (Vgl. KC RE, 34 / KC RK, 28f.)

    Biblische Basistexte
    Mt 7, 12 (Goldene Regel)

    Verbindliche Grundbegriffe
    Dharma – Karma, Erleuchtung, Ethik, interreligiöser Dialog, Meditation, Monotheismus, Nirwana, Polytheismus, Reinkarnation, Toleranz

    Die Schülerinnen und Schüler lernen Lehre und Frömmigkeitsformen des Hinduismus und Buddhismus in Grundzügen kennen und setzen sie in Beziehung zu monotheistischen Vorstellungen, um zu einem sachkundig geführten interreligiösen Dialog befähigt zu werden.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • beschreiben zentrale Elemente der hinduistischen Lehre.
    • geben Auskunft über wichtige Lebensstationen des Siddharta Gautama und seine Bedeutung als Begründer des Buddhismus.
    • beschreiben zentrale Elemente der buddhistischen Lehre.
    • erläutern die Bedeutung der Meditation und des Mönchtums im Buddhismus.
    • vergleichen des Buddhismus mit den drei monotheistischen Religionen.
    • erkennen Parallelen und Strukturunterschiede.
    • beschreiben Beispiele für interreligiöse Projekte und entwickeln Regeln für einen respektvollen positionellen Dialog zwischen Angehörigen verschiedener Religionen.

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Polytheismus, Kastenwesen, Gandhi
    • Vier Ausfahrten, Weg der Askese, Lehrzeit, Erleuchtung
    • Vier edle Wahrheiten, Achtfacher Pfad, Dharma – Karma, Wiedergeburt
    • Leben als Mönch, Meditationstechniken und -übungen
    • Gottesvorstellungen, Erlösungs- und Heilswege, Umgang mit Leid, ethische Prinzipien
    • Dalai Lama, Projekt Weltethos, „Runde Tische“, Friedensgebete, Haus der Religionen (Hannover)

Jahrgang 10 (evangelisch)

  1. Der Anspruch des Neuen Testaments

    Material
    Religionsbuch Oberstufe S. 10ff und S.178ff in Teilen.

    Biblische Basistexte
    Lk 22-24 (Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu); 1.Kor 15,3-10 (Zeugnis von der Auferstehung Christi)

    Verbindliche Grundbegriffe
    Synoptiker, Zwei-Quellen-Theorie, historisch-kritische Methode, Bekenntnis, Erlösung, historischer Jesus – verkündigter Christus, Kreuz und Auferstehung

    Leitthema

    Der erlösende Charakter von Kreuz und Auferstehung Jesu Christi

    Schülerinnen und Schüler erkennen in dem Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Christus die Erlösungsdimension und den Hoffnungscharakter des Christentums.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • interpretieren Bilder des Gekreuzigten und Auferstandenen aus Geschichte und/oder Gegenwart und bearbeiten diese produktiv.
    • stellen Deutungen von Kreuz und Auferstehung im NT dar.
    • legen in Grundzügen dar, dass sich in Kreuz und Auferstehung Jesu Christi Gottes Versöhnungs- und Erlösungstat für den Menschen manifestiert hat.
    • geben alte und neue Glaubensbekenntnisse wieder und entwerfen eigene Formulierungen.
    • unterscheiden das christliche Verständnis von Auferstehung von anderen Vorstellungen über ein Leben nach dem Tod.

    Prozessbezogene Kompetenzbereiche

    Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz, Deutungskompetenz, Urteilskompetenz, Dialogkompetenz, Gestaltungskompetenz

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Beispiele aus Malerei, Musik, Literatur, Film
    • Synoptiker, Paulus
    • Sündenvergebung, Kreuz als Symbol der Nähe Gottes zu den Menschen
    • Christologische Hoheitstitel, altkirchliche und moderne Glaubensbekenntnisse
    • Leib-Seele-Dualismus, Reinkarnation
    • „Lieber Fritz“
  2. Wir und die Wirklichkeit

    Material
    Religionsbuch Oberstufe S. 52ff

    Biblische Basistexte
    1. Mose 3 (Der Sündenfall); 11,1-9 (Der Turmbau zu Babel); Ps 104 (Lob des Schöpfers); Joh 8,1-11 (Jesus und die Ehebrecherin); Röm 1,16f. (Das Evangelium als Kraft Gottes)

    Verbindliche Grundbegriffe
    Ebenbild Gottes, Genesis, Schöpfungsauftrag, Sündenfall

    Leitthema

    Zuspruch und Anspruch Gottes als Grundlage christlich orientierter Lebensgestaltung

    Schülerinnen und Schüler nehmen das christliche Menschenbild als in der Ebenbildlichkeit und der voraussetzungslosen Liebe Gottes begründet wahr und wissen, dass Selbstannahme und Nächstenliebe dankbare Reaktionen auf die vorausgehende Zuwendung Gottes sind.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • verstehen religiöses Fragen nach Sinn und Ziel des Lebens eine Grunddimension des Menschseins.
    • deuten die biblischen Erzählungen der Urgeschichte als Ausdruck der Bestimmung des Menschen zwischen Freiheit Verantwortung.
    • belegen und erläutern das Bild des sündhaften Menschen die voraussetzungslose Liebe Gottes an Textstellen der Bibel.
    • entwerfen Beispiele voraussetzungsloser Vergebung für Erfahrungswelt und schätzen mögliche Auswirkungen ein.
    • bringen die Aufforderung zur sinnvollen Gestaltung des die sich aus dem Schöpfungsauftrag und der Heilszusage den Menschen ergibt, gestalterisch zum Ausdruck.

    Prozessbezogene Kompetenzbereiche

    Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz, Deutungskompetenz, Urteilskompetenz, Dialogkompetenz, Gestaltungskompetenz

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Sinnfragen, Funktionen von Religion, biografische Beispiele
    • Ebenbildlichkeit, Verbot und Freiheit im Paradies, Turmbau zu Babel
    • Sündenfall, Kain und Abel, Jesus und die Ehebrecherin, Verlorener Sohn, Paulus: „Sie sind allesamt Sünder … und werden ohne Verdienst gerecht“
    • Beispiele aus Sport, Schule, Medien, Straftheorienund -praxis
    • Träume, Visionen, Utopien formulieren, Lebensrückblickentwerfen, Text für Ratgeberbuch
  3. Kirchliche Mitverantwortung in Staat und Gesellschaft

    Material
    Oberstufe Religion S. 94

    Biblische Basistexte
    Mk 12,13-17 (Der Zinsgroschen); Röm 13,1 (Die Stellung zur staatlichen Gewalt)

    Verbindliche Grundbegriffe
    Bekennende Kirche, Deutsche Christen, Barmen, Rituale, Säkularisierung, Seelsorge, Symbole/Zeichen

    Leitthema

    Kirchliche Mitverantwortung in Staat und Gesellschaft

    Schülerinnen und Schüler erschließen das wechselhafte Verhältnis von Kirche, Staat und Gesellschaft anhand wichtiger Phasen der Geschichte des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Sie erkennen dabei, dass die Kirche Einfluss auf die politischen, sozialen und kulturellen Entwicklungen nimmt und ihrerseits von gesellschaftlichen Entwicklungen geprägt wird.

    Inhaltsbezogene Kompetenzen

    Die Schülerinnen und Schüler …

    • erläutern das wechselhafte Verhältnis von Kirche, Staat und Gesellschaft anhand wichtiger Phasen der Geschichte des 20. Jahrhunderts in Grundzügen.
    • verdeutlichen, dass die Kirchen Einfluss nehmen auf politische, soziale und kulturelle Entwicklungen und ihrerseits durch gesellschaftliche Veränderungen beeinflusst werden.
    • erläutern Mitwirkungsmöglichkeiten in der verfassten Kirche.
    • setzen sich mit traditionellen und alternativen Gottesdienst- und Seelsorgeangeboten der Kirchen auseinander.
    • beschreiben religiöse Elemente in ihrer Lebenswelt und erläutern sie.

    Prozessbezogene Kompetenzbereiche

    Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz, Deutungskompetenz, Urteilskompetenz, Dialogkompetenz, Gestaltungskompetenz

    Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb

    • Kirchen im Nationalsozialismus, Kirchen in der DDR und in der Bundesrepublik
    • Kirchliche Hilfs- und Beratungsangebote, Militär-, Gefängnis- und Krankenseelsorge, Kirchenasyl, Entkirchlichung
    • Kirchenvorstand, Kinder- und Jugendarbeit, Aktionen
    • Herkömmliche Gottesdienste, Fernseh- und Handygottesdienste, City- und Autobahnkirchen, Telefonseelsorge, Eheberatung
    • Kunst, Musik, Sport, Videoclips, Film, Werbung und/oder Literatur
    • Kirchentag

Lehrwerke und Leistungsbewertung

Grundlage des evangelischen Religionsunterrichts ist Das Kursbuch Religion, Band 1 und 2 Stuttgart, 2005, Band 3 Stuttgart, 2006. Der katholische Religionsunterricht basiert auf selbst erstelltem Material.

Die Leistungsbewertung stützt sich auf die Mitarbeit, d. h. Beteiligung im Unterricht, sonstige fachspezifischen Leistungen, z. B. Projekte, Präsentationen, Rollenspiele, Erledigung von Hausaufgaben, Heftführung etc., und auf schriftliche Leistungskontrollen, die einmal pro Schulhalbjahr durchgeführt werden.

Stand: November 2011

2012-03-26,